Grünes Licht für Pornos bei Premiere

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  • Beitrag 19. Dez 2003 05:22

Grünes Licht für Pornos bei Premiere

Deutsche Aufsichtsbehörden geben grünes Licht für Telemediendienst "Blue Movie", der im 1.Quartal 2004 starten soll.

Premiere darf auch in Deutschland einen Telemediendienst für Vollerotik anbieten: Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) haben entsprechende Anträge jetzt grundsätzlich genehmigt.

Deutschlandstart bereits Anfang 2004

Premiere wird den neuen Dienst unter der Marke "Blue Movie" ab Anfang 2004 in Deutschland anbieten. In Österreich wird die Vollerotik bereits seit dem 5. Dezember 2003 verbreitet und vermarktet. Produziert wird "Blue Movie" von der Telemediendienst GmbH, Wien, einer 100-Prozent-Tochter von Premiere.

Das Angebot besteht aus "hochwertige Vollerotik-Filme" (Premiere-Aussage), die rund um die Uhr zum Einzelabruf verfügbar sind. Die Filme werden für jeden Besteller somit individuell über Kabel und Satellit freigeschaltet.

Kofler: Wegweisende Entscheidung

"Die Entscheidung der Aufsichtsbehörden ist wegweisend und weitsichtig - ein großer Erfolg für den Jugendmedienschutz in Deutschland", so Premiere Geschäftsführer Dr. Georg Kofler. "Bislang werden pornografische Programme in Deutschland von Anbietern via Satellit und Internet verbreitet, die auf Jugendschutz keinerlei Wert legen und sich bewusst der deutschen Medienaufsicht entziehen."

Dagegen werde sich "Blue Movie" vollständig den Anforderungen für Jugend- und Konfrontationsschutz unterwerfen, die in Deutschland gelten und insbesondere von der KJM vorgegeben und überwacht werden. "Die neuen Kriterien für Jugendschutz, die wir jetzt einführen und umsetzen, werden eine Vorbildwirkung in ganz Europa entfalten", so
Kofler.

Komplizierte neue Porno-Welt

Ganz so einfach wird der Empfang von "Blue Movie" nämlich nicht. Zunächst wird eine neue, separate SmartCard benötigt, mit der man sich schon einmal als grundsätzlicher Interessent der Filme outen muss. Darüber hinaus müssen die Nutzer eine Geheimzahl und einen weiteren Jugendschutz-PIN eingeben, um einen Film bestellen und sehen
zu können.

Medienpolitisch sieht Kofler in der Entscheidung von KJM und DLM einen historischen Schritt. "Die Möglichkeiten der digitalen Rundfunktechnologie, Inhalte an geschlossene Benutzergruppen, ja an einzelne Zuschauer persönlich zu adressieren, werden erstmals herausgestellt: Auch über Kabel und Satellit, die bislang fast ausschließlich für TV- und Radioangebote genutzt werden, kann man
Mediendienste anbieten."

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