Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Zerstörungsfreie Schlossöffnung, Fragen zu den verschiedenen Werkzeugen und freier Informationsaustausch zum Thema Lockpicking

Moderatoren: Crocheteur, Retak, Mr. Smith

  • Beitrag 30. Jul 2017 15:14

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Ja, ein zusätzlicher Knopf macht die Konstruktion etwas aufwändiger, und es ist nicht ganz so leicht die Kontaktpunkte zu finden. Besser ist aber sicher ein 4-Scheiben ZKS, da dies die Zeitdauer eines Brute-Force Angriffes deutlich erhöht.

In diesem Video sieht man gut wie die Scheiben bei einem Dialer bewegt werden, allerdings ist dies ein ziemlich langsames Exemplar seiner Gattung. Evtl. wurde das Tempo absichtlich für das Video gedrosselt.
Piel
Kaiser
Kaiser
 

  • Beitrag 30. Jul 2017 15:49

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Womit wir wieder bei der Verwendung von zwei unterschiedlichen Schlössern sind.

Man kann jetzt lange darüber diskutieren wie lange der Wählvorgang dauern mag.

Keine Zahlenkombinationen auf Basis von Geburtstagen etc. Da es nur 12 Monate gibt wäre das eine arge Einschränkung des Zahlenraumes.
Zweites, unterschiedliches Schloss.
Tresorbereich durch EMA überwacht, so dass niemand sich lange vor dem Tresor aufhalten kann, bis Alarmverfolger eintreffen.
Tresorkäufer
Philosoph
Philosoph
 

  • Beitrag 30. Jul 2017 16:36

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

langsam einfallende Einfallhebel
zusätzliche Sicherung, die nur entweder das Drehen der Knöpfe oder das Öffnen zu einer Zeit ermöglicht
Wäre eventuell kombinierbar mit einer Mechanik, die den Einfallhebel nur auf Betätigung entriegelt und einfallen lässt
Lieber die Katze auf dem Arm als den Tiger im Tank.
worgan
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  • Beitrag 30. Jul 2017 20:39

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Problem ist halt dass jede Erweiterung das ZKS unter Umständen anfälliger macht, ist es doch gerade die Einfachheit der Konstruktion die für die hohe Zuverlässigkeit eines ZKS sorgt. Schon den separaten Knopf für den Einfallhebel sehe ich kritisch.

Meine Idee wäre es eine kleine elektrische Schaltung zu verbauen. Durch das Drehen der Spindel wird Strom erzeugt (z.B. kontaktlos via Induktion). Ab einer bestimmten Ladung wird dann ein Relais oder ein Magnet aktiviert, welches bzw. welcher z.B. das Einfallen des Riegels in die Scheiben verhindert. Nach einer gewissen Zeit baut sich die Ladung von alleine ab und man kann das ZKS wieder wie gewohnt bedienen. Wird nun ein Dialer verwendet kann der Riegel trotz korrekter Zahlenkombination nicht einfallen, im Idealfall merkt man nicht mal dass etwas nicht stimmt. Sollte die Schaltung mal defekt sein ließe sich das ZKS aber weiterhin wie gewohnt bedienen.

Sowas könnte man sicher auch rein mechanisch konstruieren, ähnlich wie bei den Zeitschlössern. Dabei müsste man aber darauf achten dass die Zuverlässigkeit des ZKS nicht darunter leidet.
Piel
Kaiser
Kaiser
 

  • Beitrag 30. Jul 2017 20:51

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Sozusagen beispielsweise ein Generator mit Kondensator und Leuchtdiode, die dann praktischerweise auch anzeigt, wann man nicht meht bzw. wieder drehen kann?

Wie könnten meine Ideen denn zur Unzuverlässigkeit genutzt werden - ist das einfach nur Generalvorsicht oder gibts da genauere Ideen?
Lieber die Katze auf dem Arm als den Tiger im Tank.
worgan
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  • Beitrag 30. Jul 2017 21:57

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Es soll ja gerade nicht sichtbar sein wenn die Sicherung einspringt, da sie sowieso nur beim Einsatz eines Dialers aktiviert wird. Soll sich doch der Angreifer dumm und dämlich drehen und verzweifeln, wenn er den ganzen Schlüsselraum durch hat und den Tresor immer noch nicht entriegeln kann. Es ließe sich mit diesem System auch leicht ein stummer Alarm auslösen.

Eine Mechanik, die den Einfallhebel nur auf Betätigung entriegelt und einfallen lässt könnte blockieren, genauso wie eine zusätzliche Sicherung, die nur entweder das Drehen der Knöpfe oder das Öffnen zu einer Zeit ermöglicht. Im Grunde genommen gibt es beides ja bereits, und es gibt bereits entsprechende Dialer dafür (in dem von mir verlinkten Video zu sehen). Wobei ich mit der Konstruktion dieser Mechanik nicht vertraut bin. Aber ein Knopf der hineingedrückt wird muss ja auch wieder herauskommen, da ist also eine Art Feder drin. Was passiert wenn diese Feder oder diese Konstruktion mal durch ist?

Ein simples ZKS ohne Knopf zum Betätigen des Einfallhebels ist aus meiner Sicht in Sachen Zuverlässigkeit immer noch die erste Wahl. Ob mit drei oder vier Scheiben ist dabei nicht relevant.
Piel
Kaiser
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  • Beitrag 30. Jul 2017 22:06

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Piel hat geschrieben:Es ließe sich mit diesem System auch leicht ein stummer Alarm auslösen.

Sowas ist in meinem LEICHER Schrank vorhanden gewesen, ich kann aber nicht sagen, worauf genau das reagiert hätte.
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fripa10
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  • Beitrag 30. Jul 2017 22:32

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Wenn eine der Scheiben zwei Gates hat, dann kann ich es Dir verraten .

Liebe Grüße, Crocheteur
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  • Beitrag 30. Jul 2017 23:31

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Da gibts dann eine Notfallkombi, die man bei Bedrohung bzw. Überfall wählt. Diese öffnet den Schrank, löst aber gleichzeitig stillen Alarm aus.
Wäre auch für den Dialer Pech, wen er diese Komi erwischt...
Retak
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  • Beitrag 31. Jul 2017 06:42

Re: Heise.de: Selbstbau-Roboter knackt Tresor in 30 Minuten

Piel hat geschrieben:Es soll ja gerade nicht sichtbar sein wenn die Sicherung einspringt, da sie sowieso nur beim Einsatz eines Dialers aktiviert wird. Soll sich doch der Angreifer dumm und dämlich drehen und verzweifeln, wenn er den ganzen Schlüsselraum durch hat und den Tresor immer noch nicht entriegeln kann. Es ließe sich mit diesem System auch leicht ein stummer Alarm auslösen.


Das ja, aber auch wenn der berechtigte Nutzer wie ich das Passwort dreimal falsch eingibt - gut, dann kann er nen großen Kaffee trinken.
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