Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

Zerstörungsfreie Schlossöffnung, Fragen zu den verschiedenen Werkzeugen und freier Informationsaustausch zum Thema Lockpicking

Moderatoren: Crocheteur, Retak, Mr. Smith

  • Beitrag 21. Feb 2018 18:45

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

Da sind die Tiefen der Einschnitte drauf, in Stufensprüngen von 0,4, 0,5, ich glaube 0,6 und 1,0 mm. Die 972 ist eine schöne Maschine.
gs33
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  • Beitrag 21. Feb 2018 19:17

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

gs33 hat geschrieben:Mit Standard-Scheibe oder mit Europascheibe? In Hammerschlaglackierung, oder schon die neue Lackierung wie im Link? Oder ist das ein Originalbild von der Maschine?

"Life-Bild" der Maschine in der Schuppenecke, in der sie seit über einem Jahrzehnt "gelagert" wird . . .
IMG_8453.JPG
boianka
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  • Beitrag 21. Feb 2018 19:24

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

Das ist die Standard-Codescheibe.
gs33
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  • Beitrag 21. Feb 2018 19:30

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

gs33 hat geschrieben:Das ist die Standard-Codescheibe.

Rüchtich ! - Gab`s die Europascheibe damals eigentlich schon ?
boianka
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  • Beitrag 21. Feb 2018 20:20

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

Das kann ich gar nicht sagen. Mittlerweile gibt es diese Maschinen leider gar nicht mehr.
gs33
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  • Beitrag 21. Feb 2018 20:44

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

Das ist mir soweit schon klar - aber WELCHE Tiefen : ABUS, BKS, CES, DOM ..?

Liebe Grüße, Crocheteur
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  • Beitrag 21. Feb 2018 20:47

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

Crocheteur hat geschrieben:Das ist mir soweit schon klar - aber WELCHE Tiefen : ABUS, BKS, CES, DOM ..?

Nach Codeschlüsseln / -tabellen .
boianka
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  • Beitrag 22. Feb 2018 10:02

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

Crocheteur hat geschrieben:Das ist mir soweit schon klar - aber WELCHE Tiefen : ABUS, BKS, CES, DOM ..?

Liebe Grüße, Crocheteur

Für keine der angegebenen Fabrikate. die Standard-Codescheibe ist nur für Klein- oder Fahrzeugschlüssel zu verwenden. Es gibt fünf unterschiedliche Bereiche, von I bis VI bezeichnet.

I: Sechs Stufensprünge 0,3mm
II: Acht Stufensprünge 0,4mm
III: Acht Stufensprünge 0,5mm
IV: Neun Stufensprünge 0,6mm
VI: Fünf Stufensprünge 1,0mm

In den einzelnen Bereichen gibt es dann Farbringe und Zahlen auf den Stufen. Will man beispielsweise einen HUWIL-Schlüssel anfertigen, hat man einen entsprechenden Lehrenschlüssel, der in die linke Spannbacke eingespannt wird. Damit werden die Abstände abgetastet. Zum Lehrenschlüssel HUWIL gehört dann Reihe II rot. In einer Codetabelle kann man dann die Werte ablesen, die auf der Codescheibe II rot eingestellt werden müssen.

IMG_9030.jpg



Man kann mit dieser Codescheibe begrenzt Schlüssel von Dom oder CES machen, wenn die Einschnitte nicht zu tief sind. Abus, BKS oder Zeiss Ikon haben andere Stufensprünge. Dafür benötigt man dann die Codescheibe Europa.

Codescheibe Europa 1.jpg
gs33
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  • Beitrag 22. Feb 2018 16:54

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

Dankeschön - genau SO eine Antwort hatte ich erwartet / erhofft :yes: !

Liebe Grüße, Crocheteur
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  • Beitrag 24. Feb 2018 09:39

Re: Schlüsselfräse Ersatzfräser Preisunterschied

boianka hat geschrieben:
Retak hat geschrieben:Ich glaub, Börkey hat sowas mal gebaut, so vor ca. 80 bis 100+ Jahren. Angetrieben wurden die Maschinen damals oft über Riemen von einer Transmissionswelle aus. Diese Welle führte unter der Decke durch den Werkstattraum und war an den Standorten der Maschinen mit Riemenscheiben bestückt. Durch einen Hebel wurde der zur Maschine führende Riemen auf die Scheibe der Welle gedrückt oder von ihr heruntergezogen, so konnte man die Maschinen "ein- oder ausschalten" (die Transmissionswelle lief den ganzen Tag ohne Unterbrechung, sie wurde zentral von einer Dampfmaschine bzw. einem Motor, manchmal auch von einem Wasserrad, angetrieben und lieferte die Antriebsenergie für alle Maschinen innerhalb der Halle).

Aaalso !
Zunächst einmal ist das ein Handgerät mit Kurbel mit dem man als solches autark, nur mit seiner Muskelkraft, Schlüssel kopieren kann .
Und das ist recht einfach, denn ein Schlüsseldienstkollege (77) erzählte mir, dass er als Volksschüler damit sein Taschengeld aufgebessert hat .
Er besitzt die Maschine immer noch und die ist auch perfekt in Schuss !

Börkey hat aber bereits vorgesehen, dass man die Maschine mittels eines Rundriemen, ähnlich einer Nähmaschine über Fußpedal-, oder Motorantrieb, betreiben kann .

Hier ein etwas späteres Modell, auf dessen Tisch noch zwei, ursprünglich montierte, Geräte fehlen :
Einmal rechts eine Chubbschlüsselfräsmaschine (müsste ich auch noch bei einem Bekannten liegen haben) und in der Mitte einen speziellen Schraubstock für die Schlüsselbearbeitung


Retak hat geschrieben:Man kann nur hoffen, dass die Lager gut geschmiert waren und nicht festgerostet sind.

Eine interessante Frage .
Gestern Abend, nachdem ich das Gerät "ausgegraben" und fotografiert hatte, ließ sich überhaupt nichts bewegen .
Eben habe ich es (nur die Bodenplatte) einfach mal im Schraubstock eingespannt, einmal WD50 rundum geduscht, in den Schmierschacht oberhalb der Spindel reichlich davon, mit dem Heißluftföhn erwärmt bis das WD50 verdampft, zweimal wiederholt und die Kurbel lässt sich ganz leicht drehen . . .
Im kalten Zustand ist der Kurbelwiderstand etwas höher, also müsste die Spindel entfernt, von alten Fettresten befreit und neueingefettet wieder eingebaut werden .
Der Schlitten läuft spielfrei von links nach rechts und zurück und lässt sich auch ganz einfach anheben .
Die Spannbacken klemmen gut und auch der Anschlag lässt sich normal einfach hochklappen .

Retak hat geschrieben:Bezüglich eines Ersatzes für den stumpfgerosteten Fräser sehe ich allerdings schwarz...

Den Fräser habe ich an eine Drahtbürste gehalten und damit grob entrostet .
Montiert und ausprobiert . - Ich war überrascht - er geht noch ! - Wahrscheinlich weil er anders aufgebaut ist, als die modernen Fräser, die für das Abwälzverfahren schnell laufender Maschinen konzipiert sind .
Dieser Fräser ist eher eine "Endlos-Feile" mit geradem Hieb in V-Form .
Ich wäre nicht überrascht, wenn es solche Fräser doch noch irgendwo gäbe . . .

Ich halte es für möglich, dass man diese Maschine auch auf die aktuellen Fräser umrüsten kann, denn wenn man sie mit einem E-Motor betreibt, hätte man die nötige Drehzahl - die gängigen Fräser sind zwar etwas grösser, würden aber in den Rahmen passen, in deren Bohrung eine Reduzierhülse und dann braucht nur noch der Taster angepasst werden .

Übrigens braucht Marinopick keine neuen Fräser ! - Mit einem gebrauchten wird er wahrscheinlich noch ein Leben lang arbeiten können . . .

Schlüsselkopierer, die einen hohen Durchsatz haben, schmeißen die Fräser frühzeitig raus, weil leicht stumpfe Fräser mehr Grat erzeugen und der muss dann wieder, mühselig, entfernt werden - Zeit ist Geld und ein Markenfräser kostet heute nen Fuffi !

Noch watt !
Das Gegenstück (Handkurbel betriebene Schlüsselmaschine) gab es noch vor wenigen Jahren von SILCA (Italy) .


Dann tu doch einfach mal ein Foto vom "ist" Zustand hier rein.
Würde mich mal interessieren, wie gut das ab ging.

Weil der sieht zumindest auf dem einen Bild mitgenommen aus.
Lockpicking hat was von Superheldentum. Alle freuen sich, wenn man hilft. Aber mit großer Macht geht auch große Verantwortung einher.

Ich muss los, die Platte putzen!"Bastelstube"
Marinopick
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